Für Ärzte und Therapeuten

HeparCheck

HeparCheck: endogene Leberbelastung abklären

Eine gestörte intestinale Barriere ist häufig die Folge einer veränderten Mikroflora und/oder einer erhöhten Permeabilität des Darmepithels. So können Hepatotoxine, die durch proteolytische Bakterien im Darm entstehen oder bereits mit der Nahrung aufgenommen werden, in die enterohepatische Strombahn gelangen. Daneben können Endotoxine - Lipopolysaccharide Gram-negativer Bakterien - die Darmschleimhaut passieren und zu latenten Entzündungsprozessen führen. Dieser Prozess ist inzwischen als Metabolische Endotoxinämie bekannt.
Sie wird aktuell nicht nur mit der Entstehung chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Adipositas und Arteriosklerose in Verbindung gebracht, sondern führt auch zu einer schleichenden Beeinträchtigung der Leberfunktion, die bei andauernder Endotoxinämie in eine Fettleber münden kann.

Zur Endogenen Leberbelastung durch proteolytische Mikroorganismen

Das Institut für Mikroökologie weist die Belastung mit Hepatotoxinen über den HeparCheck nach:
 

  • Iso-Fettsäuren dienen dabei als Marker für einen gesteigerten bakteriellen Proteinabbau im Darm.
  • Über das Zonulin und die Buttersäure beurteilt der HeparCheck Durchlässigkeit und Versorgungszustand der Schleimhaut. Das erlaubt Aussagen über den Einstrom an Hepatotoxinen in den Körper.
  • Zusätzlich werden Markerorganismen aus der proteolytischen Mikrobiota und der protektiven Mikrobiota nachgewiesen. So lässt sich einschätzen, ob die Darmflora des Patienten die Leber schützt oder eher schädigend wirkt.

Der HeparCheck kombiniert verschiedene Mikroflora- und Schleimhaut-bezogene Parameter und spürt so eine vermehrte Bildung und/oder einen erhöhten Einstrom an Hepatotoxinen auf. Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, ob eine beginnende Leberbelastung vorliegt. Ist das der Fall, können die Hepatotoxine medikamentös gebunden und ausgeleitet werden, bevor es zu schweren Gewebsschädigungen kommt. Ist die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut erhöht, sind Verfahren zur Stabilisierung der Darmschleimhaut sinnvoll.

Stuhlproben für die HeparCheck-Diagnostik dürfen die maximale Probentransportdauer von 3 Tagen nicht überschreiten.

Sie können die Transportdauer verkürzen, indem Sie die Proben nach der Entnahme so schnell wie möglich zur Post bringen. Für den Briefkasten-Versand können Ihre Patienten die Leerungszeiten der umliegenden Briefkästen auf deutschepost.de/de/s/standorte.html abrufen. Bitte die Probe nur kurz vor der Leerung einwerfen.

Diagnostische Parameter

  • Protektive Mikrobiota
  • Toxinträger
  • Kurzkettige Fettsäuren
  • Zonulin 
  • Stuhl-pH

Was kreuze ich an?

Auf unseren Auftragsformularen für selbstzahlende, gesetzlich versicherte Patienten und für privatversicherte Patienten finden Sie die Untersuchung auf der 2. Seite unter der Ziffer:

  • a11 HeparCheck

Haben Sie noch Fragen? Unter unseren Hotline-Nummern beantworten wir sie gerne.

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