Für Ärzte und Therapeuten

Cyclospora cayetanensis

Cyclospora cayetanensis kommt in warmen, tropischen Gewässern vor (1). In den vergangenen Jahren traten besonders bei Reiserückkehrern aus Mexiko Erkrankungen auf, die sogenannten Cyclosporosen (2). Aber auch kontaminierte Lebensmittel führen in Deutschland mittlerweile zu Infektionen (3).
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Pathogenese und Symptomatik

Auch Cyclospora cayetanensis bildet Oozysten, die den Dünndarm infizieren. Da sie aber Tage bis Wochen brauchen, um infektiös zu werden, ist eine Mensch-zu-Mensch-Infektion selten. Dementsprechend ist die Cyclosporose in Deutschland nicht meldepflichtig.

Typische Symptome der Erkrankung sind wässrige, teils explosionsartige Durchfälle, abdominale Krämpfe und Meteorismen. Übelkeit, Erbrechen und Fieber treten ebenfalls auf; auch Muskelschmerzen und starke Müdigkeit gehören zu den Symptomen.
Immungeschwächte Personen erkranken schwer (2).

Die Erkrankungsdauer reicht von einigen Tagen bis mehreren Monaten. Rezidive sind möglich.

Übertragung

Das natürliche Reservoir des Parasiten ist nicht bekannt. Der Erreger wird fäkal-oral übertragen, vor allem über kontaminiertes Wasser und infizierte Lebensmittel. Besonders in Himbeeren, Salat und Basilikum konnten Wissenschaftler den Parasiten nachweisen (1).

Literatur

  1. Forsythe, S. The Microbiology of Safe Food, 2. Auflage. Verlag Wiley-Blackwell, 2011.
  2. Epidemiologisches Bulletin Nr. 33 des Robert-Koch-Instituts (RKI), 22. August 2016.
  3. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 18:  Neu und vermehrt auftretende Infektionskrankheiten. Robert-Koch-Institut (RKI), 2013.